Frisch und regional – nein danke!

Kein moderner Gesundheitsapostel kann derzeit Zeitungsspalten füllen, ohne sich für immer frische und stets regionale Produkte auszusprechen, natürlich hauptsächlich Gemüse. Ich frage mich regelmäßig: Was wissen sie mehr als unsere Altvorderen? Was ist der Trick, um im Winter nicht zu verhungern? Wo ich herkomme, ist Frisch-Regional-Winter ein nicht zu vereinbarender Dreiklang. Und da der Winter nun einmal unaufhaltbar immer wieder eintritt, gibt es zwei Ausweichmöglichkeiten: Importieren – unsere Winter wären doch so viel ärmer ohne Orangen, Kiwi, Avocado… Oder Konservieren. Damit habe ich meine letzten Wochen verbracht. Johannisbeergelee. Salzgurken. Getrocknete Feuerbohnen. Pastasauce.

Provenzalische Pastasauce: 100g gehackte Zwiebeln in Olivenöl andünsten, bis zu 100g gehackter Knoblauch hinzufügen, eine weitere Minute schwitzen lassen. Grob gehackte Tomaten – 2kg, gehäutet gewogen – hinzufügen, 2 Nelken, 1 Lorberblatt. Kräuter nach Belieben; Rosmarin und reichlich Thymian, gerne auch Oregano empfehlen sich. Bei geringer Hitze mit offenem Deckel dünsten, bis die gewünschte dickliche Konsistenz erreicht ist; das dauert ca 40 min bis eine Stunde. In saubere vorgewärmte Gläser abfüllen, eventuell mit Olivenöl abschließen, mit dem Deckel luftdicht zuziehen.

Die Speisekammer ist nun wieder gut gefüllt. Mit den Mengen aus meinem Garten bin ich nicht autark, bei Weitem nicht. Aber es ist meine Art, Verantwortung für meine Ernährung mit zu übernehmen. Das tut Leib und Seele gut.

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